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Bewegung und Sport bei Krebs

Bewegung und Sport können Menschen mit Krebserkrankungen dabei unterstützen, die Krankheit und ihre Behandlung besser zu bewältigen.

Nahaufnahme einer Person, die an einem Rudergerät trainiert

Cancer Move Continuum Schweiz

Cancer Move Continuum Schweiz (CMCS) schafft einen wohnortnahen Zugang zu wissenschaftlich fundierter und qualitätsgeprüfter Bewegungstherapie. Als Netzwerk verknüpfen wir Partnerspitäler und Physiotherapiepraxen mit einem klaren Ziel: Die onkologische Bewegungstherapie als flächendeckender Bestandteil der Krebsnachsorge in der Schweiz verankern.

Das Netzwerk für Bewegungstherapie in Ihrer Nähe

Für Patientinnen und Patienten

Nach der fachlichen Abklärung in einer Partnerinstitution können Sie an eine wohnortnahe Physiotherapiepraxis im CMCS-Netzwerk überwiesen werden. Die Kosten werden von der Grundversicherung übernommen. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Bewegungstherapie für Sie sinnvoll ist.

Für Therapeutinnen und Therapeuten

Als Therapeutin oder Therapeut können Sie Teil des Netzwerks von Cancer Move Continuum Schweiz werden, indem Sie die spezifische Weiterbildung absolvieren. Diese bildet die Grundlage für eine wissenschaftlich fundierte und qualitätsgeprüfte Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen.

Für zuweisende Ärztinnen und Ärzte

Die Evidenzlage zeigt: Onkologische Bewegungstherapie kann den Genesungsprozess bei Krebserkrankungen unterstützen und ist in allen Behandlungsphasen sinnvoll einsetzbar. Sie ist daher nicht nur eine Ergänzung, sondern ein notwendiger Bestandteil der onkologischen Versorgung.

Häufige Fragen

Für wen ist die CMCS-Bewegungstherapie geeignet?

Die CMCS-Bewegungstherapie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einer Krebsdiagnose, die unter therapiebedingten Beschwerden leiden. Dazu gehören Symptome wie zum Beispiel Fatigue, Muskelschwäche, Gleichgewichtsprobleme, Schmerzen, Taubheitsgefühle, eingeschränkte Beweglichkeit, Lymphödem, Schlafstörungen, Angst oder depressive Symptome.

Auch bei Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten, bei fortgeschrittener Erkrankung oder nach einer Operation, etwa nach einer Lymphknotenentfernung oder einer Brustkrebsoperation, ist die Therapie möglich. Die Therapie wird individuell angepasst und fachkundig begleitet.

Wann kann Bewegungstherapie bei einer Krebserkrankung helfen?

Onkologische Bewegungstherapie kann bei einer Vielzahl von Symptomen helfen, zum Beispiel bei Fatigue, Muskelschwund, Empfindungsstörungen, Appetitlosigkeit und Schmerzen. Bewegung und Sport können auch die Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten lindern.

Wie wird in der onkologischen Bewegungstherapie trainiert?

Im Zentrum stehen Kraft- und Ausdauertraining. Krafttraining unterstützt den Erhalt von Muskelmasse und Muskelkraft, Ausdauertraining stärkt Herz und Lunge. Je nach Bedarf wird das Training durch Gleichgewichtsübungen (sensomotorisches Training), Mobilitätsübungen für Schulter und Arm (ROM-Training) oder eine Kombination davon ergänzt. Alle Übungen werden individuell dosiert und laufend angepasst.

Weitere Informationen zum CMCS-Therapiekonzept finden Sie hier.

Welche Vorteile hat eine Teilnahme am CMCS-Netzwerk für meine Praxis?

Mit der Teilnahme am CMCS-Netzwerk positionieren Sie Ihre Physiotherapiepraxis für die zertifizierte onkologische Bewegungstherapie und erhöhen Ihre Sichtbarkeit über die öffentliche Praxiskarte.

Sie erhalten Zugang zu Patientinnen und Patienten, die über die Partnerinstitutionen zugewiesen werden und profitieren vom Know-How-Transfer mit führenden Onkologie-Zentren der Schweiz. Für die Durchführung der Bewegungstherapie stehen Ihnen standardisierte Vorlagen für Assessments, Trainingspläne und Berichte zur Verfügung.

Die Behandlung wird bei ärztlicher Verordnung über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) abgerechnet.

Wird die CMCS-Bewegungstherapie von der Krankenkasse vergütet?

In der Regel ja. Die CMCS-Bewegungstherapie wird über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) abgerechnet. Grundlage ist die ärztliche Physiotherapieverordnung für CMCS, auf deren Basis die Therapeutin oder der Therapeut beim Versicherer einen Antrag auf Kostengutsprache stellt. Das Leistungspaket umfasst 36 Einzelsitzungen und wird üblicherweise genehmigt, sofern für die Patientinnen und Patienten eine gültige Verordnung vorliegt.